Prävention
Was in jungen Jahren richtig behandelt und korrigiert wird, muss später im Alter nicht nachgeholt werden.
Schon im Kleinkindalter zeigt sich, was später ein Fehlbiss werden kann. Daher sollte die kieferorthopädische Kontrolle des kindlichen Gebisses frühzeitig erfolgen. Bereits ab dem 5. bis 6. Lebensjahr lassen sich ausgeprägte Anomalien wie massive Engstände, Frontzahnüberbisse, seitliche Kreuzbisse etc. feststellen, Spätestens mit 7 oder 8 Jahren sollte ein Kind daher in einer kieferorthopädischen Praxis vorgestellt werden, damit hier die Gebissentwicklung und eine etwaige Behandlungsnotwendigkeit erkannt werden kann. Optimalerweise wird zu diesem Zeitpunkt eine Fotodokumentation von der Zahnstellung des Kindes gemacht, anhand derer später die Veränderung deutlich gemacht wird.
Mit der tatsächlichen Therapie beginnen verantwortungsvolle Kieferorthopäden jedoch erst dann, wenn sie auch medizinisch notwendig erscheint und das Kind nicht unnötig belastet. Zeigt sich bei der Erstuntersuchung, dass es für eine kieferorthopädische Behandlung noch zu früh ist und zunächst der weitere Zahnwechsel abgewartet werden sollte, wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Wiedervorstellungstermin vereinbart. Ein solches Vorgehen bedeutet eine verkürzte Behandlungszeit, eine geringere Belastung von Zähnen und Kiefer und eine schonendere Behandlung. Zudem erhöht sich die Motivation bzgl. der Mitarbeit des Kindes.
In der Regel liegt der günstigste Zeitpunkt für den normalen Behandlungsbeginn im Alter zwischen 9 und 12 Jahren. Dann wird die Basis für ein strahlendes und vor allem gesundes Kindergebiss gelegt.
Wege zur Stabilisierung der Mundgesundheit - Wir helfen Ihnen
Erworbene, d.h. nicht angeborene, Kieferfehlstellungen sind durch eine frühe und gezielte kieferorthopädische Prophylaxe vermeidbar. Zeigen sich bereits im Milchgebiss Fehlstellungen wie Kreuzbisse oder umgekehrte Überbisse, können diese meist noch mit einfachen Maßnahmen zur Entwicklungssteuerung behoben werden.
Als Beispiel sei hier das kindliche Nuckeln angeführt. Nuckeln ist ein natürliches Bedürfnis. Der angeborene Saugreflex stellt sicher, dass das Baby gestillt bzw. gefüttert werden kann. Neben dieser primären Bedeutung hat das Nuckeln eine beruhigende und entspannende Wirkung. Es ist jedoch auch mit Folgeschäden verbunden. Rund zwei Drittel aller Zahnstellungen wie lutschoffener Biss, seitlicher Kreuzbiss, Unterkieferrücklage sowie damit verbundene Funktionsstörungen von Zunge und Atmung resultieren aus habituellem Nuckeln am Schnuller oder – wenn ein solcher nicht angeboten wird – am eigenen Daumen. Dieser hat gegenüber dem Schnuller einige Nachteile. Er ist nicht kiefergerecht geformt, hart und er wächst, was sich negativ auf die Zahnstellung auswirkt. Im Gegensatz dazu haben moderne Schnuller eine kiefergerechte Form und üben wenig Druck aus.
Zahn- und Kieferschäden sowie den damit verbundenen Störungen kann vorgebeugt werden, indem bereits sehr früh versucht wird, das Kind ganz vom Nuckeln zu entwöhnen. Das ist übrigens beim Schnuller sehr viel einfacher zu schaffen als beim Daumen. Als Experten für Zahnentwicklung können wir Ihnen hier wichtige Hilfen geben und gemeinsam mit den Eltern den Weg zur Stabilisierung der Mundgesundheit finden.
Schöne und gesunde Zähne ein Leben lang
Ist die kieferorthopädische Behandlung des Kindes abgeschlossen, stehen die Zähne gerade und zeigen ein ästhetisches und harmonisches Gesamtbild. Ziel ist es nun, die Zähne auf Dauer auch gesund zu erhalten. Wir sehen es als Teil unserer Verantwortung an, Ihrem Kind spätere Zahnbehandlungen oder sogar Zahnverlust zu ersparen. Mit modernen Präventionskonzepten ist ein karies- und füllungsfreies Gebiss in der heutigen Zeit keine Utopie mehr. Neben der regelmäßigen professionellen Zahnreinigung in der Praxis Ihres Zahnarztes ist die Fluoridierung ein ganz zentraler Baustein der Prophylaxe.
Fluoride sind Spurenelemente, die die Widerstandsfähigkeit des Zahnschmelzes gegenüber Karies erhöhen und eine Zahnhärtung bewirken. Sie hemmen das Herauslösen von Mineralstoffen aus dem Zahnschmelz (Demineralisation) und fördern ihren Einbau (Remineralisation). Sie hemmen den Stoffwechsel der Bakterien und deren Säureproduktion und haben so auch eine antibakterielle Wirkung.
Vermeidung von Karies während der kieferorthopädischen Behandlung
Der Vorbeugung von Mund- und Zahnerkrankungen kommt in der Zeit der kieferorthopädischen Behandlung eine sehr starke Bedeutung zu. Grund dafür ist ein größeres Risiko von Karies und Zahnfleischerkrankungen in der Zeit, in der herausnehmbare oder feste Apparaturen getragen werden. In solchen können zahlreiche Nischen und Ritzen entstehen, in denen sich Speisereste oder Beläge festsetzen, die oftmals mit häuslichen Hilfsmitteln nur schwer vollständig zu entfernen sind.
Um zu vermeiden, dass nach der Korrektur der Zahnstellung an den dann gerade stehenden Zähnen direkt mit einer Füllungstherapie begonnen werden muss, empfehlen wir während der gesamten kieferorthopädischen Therapie eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung (PZR) beim Hauszahnarzt. Diese Maßnahme ersetzt nicht die kariesprophylaktischen Vorsorgemaßnahmen, die für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, sondern stellt eine unverzichtbare Ergänzung dieses Programms dar. Wie häufig eine solche gezielte Individualprophylaxe durchgeführt werden sollte, richtet sich nach der Art der kieferorthopädischen Behandlung und nach dem individuellen Kariesrisiko des Kindes. Der behandelnde Zahnarzt und wir beraten Sie in diesen Fragen gern.
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