FKO
Korrektur von Kieferfehlstellungen
Funktionskieferorthopädische Behandlungen sind hauptsächlich während der Gebissentwicklung und des Wachstums erforderlich, da das Ober- und Unterkieferwachstum von der skelettalen Reife des Patienten abhängig ist. So ist es möglich, einen günstigen Einfluss auf die Entwicklung der Kiefer auszuüben. Zu den häufigsten Kieferfehlstellungen zählt die Rücklage des Unterkiefers.
Die Vorverlagerung des Unterkiefers unter Inanspruchnahme des zu erwartenden Wachstums des Patienten ist das häufigste Aufgabengebiet der Funktionskieferorthopädie (FKO). Hierbei wird durch gezielte Positionsänderung des Unterkiefers zunächst eine Umstellung des Muskeltonus erreicht. Dies führt in der Folge zu knöchernen Umbauprozessen.
Es gibt eine Vielzahl von funktionskieferorthopädischen Behandlungsgeräten (Aktivator, Vorschubdoppelplatte, Bionator, Twin block, …), denen allen das Grundprinzip der Unterkiefervorverlagerung eigen ist.
Die von uns überwiegend eingesetzte Vorschubdoppelplatte (VDP) gestattet bei geringster Belastung des Patienten die Unterkiefervorverlagerung bei gleichzeitig möglicher Beeinflussung einzelner Zähne. Die Patienten empfinden das Tragen der Klammer als angenehmer verglichen mit anderen funktionskieferorthopädischen Geräten.
Die VDP gewährleistet bei ausreichender Mitarbeit eine schnelle und sichere Behandlung der Rücklage des Unterkiefers. Ihre Wirkung ist wissenschaftlich gut untersucht und dokumentiert.
Kein Kind ist wie das andere
Die Anforderungen, die funktionskieferorthopädische Geräte im Einzelfall zu erfüllen haben, sind ganz unterschiedlich. Daher wird die jeweilige Apparatur für jeden Patienten ganz individuell ermittelt und im Labor mit speziellen Techniken hergestellt. Denn jeder Mensch hat seinen eigenen Körper und seinen eigenen Mund.
Aber auch die Geschmäcker sind verschieden. Daher sind auch den optischen Gestaltungsmöglichkeiten kaum Grenzen gesetzt. Kunterbunte Regenbogenfarben oder lieber einfarbig? Gelb, blau oder grün? Oder in den Farben des Lieblings-Fußballvereins mit eingearbeitetem Emblem? Hier ist (fast) alles machbar. So fördert der Bionator nicht nur die Gesundheit, sondern macht auch noch Spaß.
Multiband
Sanft und sicher zum Erfolg
Für die Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen gibt es keine Altersgrenze; sie ist in jedem Lebensalter möglich. Mit einer detaillierten Behandlungsplanung und modernen Multibandapparaturen lassen sich nicht nur ästhetisch einwandfreie Ergebnisse durch gerade stehende Zähne erreichen. Auch Beschwerden, die durch eine Fehlstellung (CMD) verursacht wurden, können so erfolgreich und nachhaltig therapiert werden. Durch die gezielte Korrektur der Zahnfehlstellung und der Zahnbogenform lässt sich eine neue Zahnstellung in Gelenkzentrik einstellen. Langsam aber beständig stellt sich während der Dauer der Behandlung ein neues muskuläres Gleichgewicht zwischen Zahnstellung, Kaumuskulatur, Kiefergelenkstellung und Ganzkörperstatik ein.
Im Gegensatz zu herkömmlichen und wenig ästhetischen Metall-Brackets sorgen heute innovative Techniken dafür, dass die Zahnkorrektur schonender, sanfter und sogar in deutlich kürzerer Zeit möglich wird.
Keramikbrackets
Gerade für Patienten, die im Beruf stehen und viel mit Menschen zu tun haben, ist neben dem Faktor Zeit vielfach eine weitere Bedingung an die Entscheidung für eine kieferorthopädische Therapie geknüpft. Sie soll ästhetisch optimal und so unauffällig wie möglich sein. Metallische Brackets – und seien sie auch noch so klein – sind in solchen Fällen keine wirklich akzeptable Lösung.
Eine im wahrsten Sinne des Wortes „klare Alternative“ sind hier Keramikbrackets. Sie weichen kaum von der natürliche Zahnfarbe ab und werden so auch höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren sind Verfärbungen und Fleckenbildung durch Genussmittel wie Tee oder Kaffee nahezu ausgeschlossen. So sehen die Brackets am Ende der Therapie noch genauso gut aus wie zu Beginn.
Keramikbrackets werden allen Anforderungen an eine moderne kieferorthopädische Behandlung gerecht und stehen dem Metall im Hinblick auf Funktionalität und Wirkung in nichts nach. Die glatten Oberflächen erleichtern die Pflege und vermitteln ein angenehmes Tragegefühl.
Selbstligierende Brackets
Moderne selbstligierende Bracketsysteme gehören zu den innovativsten Methoden in der Kieferorthopädie für Jugendliche und Erwachsene. Sie bezeichnen kein neues Produkt, sondern eine völlig neue Art der kieferorthopädischen Behandlung. Mit diesen Technologien wird es möglich, Zahnbewegungen mit kleinen Kräften und geringsten Reibungen durchzuführen, ohne dass dafür Zähne gezogen werden müssen.
Die selbstligierenden Brackets machen elastisches und metallenes Verbindungsmaterial unnötig. Zusammen mit den natürlichen Kräften der Gesichtsmuskeln werden durch einen High-Tech-Verschlussmechanismus die Zähne schonend dorthin bewegt, wo sie am besten passen. Die geringere Reibung bedeutet eine sanfte, schmerzarme und optimale Behandlung.
Selbstligierende Brackets sind kleiner als konventionelle Systeme. Sie sind daher weniger sichtbar, bequemer und leichter zu pflegen, da Drähte und Ligaturen (Gummiringe) – die typischen Schmutz- und Bakterienfänger – fehlen.
Ein weiterer deutlicher Vorteil ist, dass die Behandlungszeit verkürzt ist und zudem weniger Kontrolltermine in der Praxis notwendig werden. Ein Vorteil, den vor allem berufstätige Patienten zu schätzen wissen.
Retainer
Dauerhafte Sicherung des Behandlungserfolges
Nach Abschluss der aktiven Phase der kieferorthopädischen Behandlung sind Ihre Zähne und Ihr Lächeln perfekt. Nun geht es darum, Ihr schönes Lächeln auch dauerhaft zu erhalten. Nach einer Zahnbewegung neigen die Zahngruppen bzw. der Zahnbogen im Ober- bzw. Unterkiefer nämlich dazu, sich wieder in ihre alte Position zu verschieben. Die Zähne können also lebenslang „wandern“. An die aktive Behandlung schließt sich daher die Retentionsphase („passive Behandlung“) an.
Ein sog. Retainer hinter den Unterkiefer-Frontzähnen dient zur langfristigen Stabilisierung des Behandlungsergebnisses. Dieser zierliche dünne Draht wird nicht sichtbar auf der Zungen- bzw. Gaumenseite der Zähne angebracht. Er bietet ein Höchstmaß an Stabilität und Komfort und stört nach kurzer Eingewöhnungszeit weder beim Essen noch beim Sprechen. Sollte sich dieser einmal lösen oder brechen, ist eine sofortige Erneuerung notwendig, um den erzielten Behandlungserfolg nicht zu gefährden.
Invisalign
Dreidimensionale Behandlungsplanung
Das invisalign-Verfahren basiert auf modernster Computertechnologie. Damit lässt sich die Zahnkorrektur präzise planen bzw. steuern, und es können bei Bedarf jederzeit Änderungen in der Behandlungsstrategie vorgenommen werden. Der Methode liegt ein detaillierter Therapieplan zugrunde, der auf einer patentierten Technologie beruht.
Zu Beginn der Behandlung wird mit dem sog. ClinCheck das Therapieziel dargestellt und in einzelne Phasen unterteilt. Auf diese Weise kann das spätere Endergebnis schon zu diesem Zeitpunkt simuliert werden, die zukünftige Zahnstellung also virtuell betrachtet werden.
Zu Anfang wird einmal ein Abdruck von den Zähnen genommen. Über die Computerdaten werden dann Modelle hergestellt und mit einer sog. Tiefziehfolie abgeformt. Diese Folie wird dann zu einer Schiene – dem sog. Aligner – ausgearbeitet.
Anwendung und Funktionsweise
Jeder Aligner wird etwa zwei bis drei Wochen getragen, bevor er gegen einen neuen ausgetauscht wird. Während der Tragephase bewegt die Schiene die Zähne Schritt für Schritt behutsam in die vorher errechnete Position. Für jeden Einzelschritt berechnet der Computer ein neues Modell des Zahnbogens. Der Erfolg der Korrekturen wird in regelmäßigen Abständen überprüft, bis das Behandlungsziel erreicht ist. Die zierlichen Schienen sollten täglich 22 bis 24 Stunden getragen werden. Zum Essen, Trinken und zur Mundhygiene können sie einfach herausgenommen werden.
Invisalign arbeitet nach dem Prinzip der sanften Zahnbewegung in kleinen kontrollierten Schritten. Wie bei herkömmlichen Zahnspangen bewegt der Aligner die Zähne durch gezielten Einsatz von kontrolliertem Druck. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass durch invisalign nicht nur der Druck, sondern auch die Zeitdauer der Druckausübung kontrolliert wird. In jeder Phase werden nur bestimmte Zähne bewegt. Die Bewegungen (0,25 bis 0,33 mm) werden im Behandlungsplan exakt definiert. Diese biologische Kraftübertragung über die Schienen ist absolut schmerzfrei.
Indikationen
Das invisalign-Verfahren unterliegt einer ständigen Forschung und Weiterentwicklung. War die Methode bis vor einiger Zeit nur Patienten mit leichten Fehlstellungen vorbehalten, wurden die Behandlungsmöglichkeiten mit der neuesten Generation G4 deutlich erweitert. Damit sind heute auch größere Zahndrehungen und Mittellinienkorrekturen kein Problem mehr. Zähne lassen sich aufrichten und rotieren, große Frontzahnlücken können geschlossen werden. Selbst offene Bisse können mit invisalign erfolgreich therapiert werden. Einzige Ausnahme bildet ein großer Lückenschluss, der z. B. aufgrund von Zahnverlust entstanden ist.
Bei geringen Fehlstellungen wie z. B. leichten Engständen können dank invisalign i7 partielle Korrekturen schnell und zudem kostengünstig durchgeführt werden, ohne dass man dabei auf die Vorteile der innovativen Behandlungsmethode verzichten muss. So lassen sich kleine Schönheitsfehler häufig schon in drei Monaten sanft und sicher beheben.
Kinder und Jugendliche
Dank invisalign teen kommen seit einiger Zeit auch Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren in den Genuss der unsichtbaren Zahnkorrektur mit den transparenten Zahnschienen. Invisalign teen weist alle Vorzüge des bewährten invisalign-Systems auf. Es berücksichtigt darüber hinaus die Besonderheiten des jugendlichen Gebisses und des noch nicht abgeschlossenen Kieferwachstums.
Invisalign teen passt sich in idealer Weise den Bedürfnissen, Aktivitäten und dem Lebensstil moderner Teenager an. Zum Sporttreiben, Spielen von Blasinstrumenten, zum Essen und zur Mundhygiene – durchaus aber auch mal für den Besuch in der Disco – können die Aligner herausgenommen werden. Ein blauer Indikator kontrolliert die Tragezeit. Je länger ein Aligner getragen wird, umso blasser wird die Farbe. Auch die Mundhygiene wird einfacher als bei festsitzenden Brackets. Die Zähne lassen sich effektiv putzen und mit Zahnseide reinigen.
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